22.05.2017

Eine Frage der Gerechtigkeit

Arbeitgeber sollen wieder die Hälfte der Krankenkassenbeiträge übernehmen

Arbeitgeber sollen wieder die Hälfte der Krankenkassenbeiträge übernehmen, clipdealer

Bonn 22. Mai 2017

Die Zusatzbeiträge der Krankenkasse sind alleine Sache der Arbeitnehmer. Sie zahlen die durchschnittlich 1,1 Prozent Mehrkosten alleine - ohne Beteiligung des Arbeitgebers.

Bei einigen Krankenkassen liegt der Zusatzbeitrag schon heute bei 1,7 Prozent. Prognostiziert werden Steigerungen von bis zu 2,4 Prozent in den nächsten vier Jahren, die von den Arbeitnehmern alleine gezahlt werden müssen.


Dabei werden besonders chronisch Kranke schon genügend zur Kasse gebeten: Bei den oft erheblichen Fahrtkosten zum Spezialisten, Zuzahlungen bei Krankenhausaufenthalt, Physiotherapie und verschreibungspflichtigen Medikamenten müssen die Betroffenen tief in die Tasche greifen.

„Viele chronisch Kranke können sich die immer höheren Zusatzkosten oft nicht leisten und verzichten lieber darauf, Geld für den Erhalt ihrer Gesundheit auszugeben. Nicht weil sie nicht möchten, sondern weil sie nicht können“, so Rotraut Schmale-Grede, Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga.

Für Menschen, die auf soziale Leistungen angewiesen sind, werden diese Kosten dann schnell zur unzumutbaren Belastung. Die Deutsche Rheuma-Liga hat in dem „Aktionsplan Rheuma“ Forderungen an Politik, Leistungserbringer und Kostenträger formuliert. Unter anderem wird die Rückkehr zur Parität bei den Krankenkassenbeiträgen gefordert.

„Insgesamt zahlen die Arbeitnehmer fünf Milliarden Euro mehr in die Kassen der Krankenversicherungen ein, als die Arbeitgeber. Es ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch der Verhältnismäßigkeit, die wieder hergestellt werden muss“, fordert Rotraut-Schmale-Grede.

Aktionsplan Rheuma www.rheuma-liga.de/aktionsplan/

Deutsche Rheuma-Liga: Die größte deutsche Selbsthilfeorganisation im Gesundheitsbereich informiert und berät Betroffene unabhängig und frei von kommerziellen Interessen, bietet praktische Hilfen und unterstützt Forschungsprojekte zu rheumatischen Erkrankungen. Der Verband mit rund 300.000 Mitgliedern tritt für die Interessen rheumakranker Menschen in der Gesundheits- und Sozialpolitik ein. www.rheuma-liga.de

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